Warum Ihre Stellenanzeige keine Aufmerksamkeit bekommt
Das typische Recruiting-Szenario: Eine Stelle ist unbesetzt. Also wird eine Stellenanzeige geschrieben und in den sozialen Medien gepostet. Vielleicht wird noch etwas Werbebudget draufgelegt. Wieso dieser Ansatz oft nicht die gewünschten Ergebnisse erzielt und was man stattdessen machen sollte:
Social Media als digitales schwarzes Brett?
Natürlich liegt es nahe, Stellen einfach über Social-Media auszuschreiben. Das bringt aber gleich mehrere Herausforderungen mit sich.
Wenn ein Unternehmen seinen Kanal zum Beispiel hauptsächlich dafür nutzt, offene Stellen zu kommunizieren, spricht das vor allem diejenigen an, die aktuell auf Jobsuche sind. Jedoch sucht ein Großteil der Interessenten eben nicht genau jetzt. Vielleicht ist jemand der perfekte Kandidat… in einem halben Jahr. Wenn man nur Stellenanzeigen ausspielt, verpasst man genau diese Menschen.
Ein weiteres Problem: Mit dieser Strategie beginnt das Recruiting mit jeder freien Stelle wieder von vorne. Dabei könnten längst Menschen erreicht werden, die das Unternehmen kennen, interessant finden und sich vorstellen könnten, dort zu arbeiten - noch bevor überhaupt eine Stelle frei ist.
Vom Interessenten zur Community
Der Content muss also weg von "Wir haben eine freie Stelle - wer will sie?“ Hin zu „Das sind wir. Dafür stehen wir. So sieht unser Alltag aus. Könntest du dich hier wiederfinden?“ Damit verändert sich die Funktion von Social-Media. Mit authentischem Content sorgt man zunächst für Aufmerksamkeit und gewährt Einblicke ins Unternehmen. Regelmäßiger Content, der häufig geteilt wird, sorgt dann für Bekanntheit. Eine starke, durch den Content aufgebaute Arbeitgebermarke, sorgt für Interesse. Und so werden aus Followern potenzielle Mitarbeiter.
Das Entscheidende: Man baut über den Content erst einmal eine Beziehung auf, die zu besetzende Stelle ist also vorerst zweitrangig. Man investiert in die eigene Arbeitgebermarke.
Perspektivisch Geld sparen
Eine etablierte Community kann dazu beitragen, dass Unternehmen weniger abhängig von kurzfristig eingekaufter Reichweite werden. Denn bezahlte Reichweite funktioniert vereinfacht gesagt so:
Budget rein -> Reichweite raus.
Wenn aber das Budget weg ist, verschwindet auch die zusätzliche Reichweite. Beim Content-Marketing läuft das anders. Mit jedem guten Beitrag entsteht ein weiterer Baustein der Arbeitgebermarke und langfristig erzielt die organisch gewachsene Community dauerhaft viele Impressionen. So bespielt man eine feste, wachsende Gruppe und fischt nicht im Leeren.
Das Investment zahlt sich aus.
Ein selbsterhaltender Kreislauf
Der Prozess endet dabei nicht mit der Einstellung der neuen Arbeitskraft. Im Gegenteil: Der neue Mitarbeitende wird Teil des Marketing-Apparats. Wenn er authentisch über seinen Arbeitsplatz spricht, entsteht wieder neuer Content und neue Reichweite. So befindet man sich statt in einer Einbahnstraße in einem Kreislauf.
Best Practices
Aber wie sieht es in der Praxis aus? Funktioniert das wirklich? – Ja, das funktioniert. Und es gibt viele prominente Beispiele von großen Firmen, die es genau richtig machen. Schaut man sich beispielsweise die Social-Media-Kanäle von IKEA, Siemens oder auch SAP an, fällt schnell auf, dass diese unter anderem viel Wert auf Employer-Branding mittels Social-Media-Content setzen. So werden häufig Mitarbeiter in die Videos eingebunden, um nicht nur das Produkt, sondern auch die Arbeitgebermarke zu präsentieren. Und es funktioniert – denn jeder wäre stolz, bei so einer starken Marke zu arbeiten. Natürlich handelt es sich bei diesen Beispielen um Marktgrößen. Wenn man es jedoch professionell angeht, ist dieser Effekt auch im Mittelstand erreichbar.
Wann und wie fängt man an?
Die beste Zeit, mit dem Aufbau einer Community für Recruiting-Zwecke zu beginnen, ist nicht dann, wenn die nächste Stelle frei wird – dann ist es eigentlich schon zu spät. Sie möchten nicht bei jeder offenen Stelle wieder bei null anfangen? Dann warten Sie nicht zu lange.
Wir entwickeln genau diese Strategie – von der Arbeitgebermarke über Content und Social-Media bis zur Recruiting-Kampagne. Lassen sie sich jetzt ein individuelles Angebot erstellen:
Quellen:
https://www.instagram.com/ikeadeutschland
https://www.instagram.com/siemens
Fotos: Adobe Stock & KI-Mockup